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Schlaganfall

Als Schlaganfall bezeichnet man eine durch eine verminderte Durchblutung hervorgerufene Funktionseinschränkung des Gehirns. 

Der Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache. In Deutschland erleiden etwa 200.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Das Durchschnittsalter bei Männern liegt bei 70 Jahren, bei Frauen sind es 75 Jahre. Doch auch Jüngere kann es treffen: Etwa zehn Prozent der Schlaganfälle treten bei unter 40-Jährigen auf.

Häufig Folge eines Schlaganfalls ist ein anhaltender Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems. 80% aller Schlaganfälle werden durch einen plötzlichen Verschluss einer Hirnarterie über eine Embolie oder einen Thrombus verursacht. In 20% der Fälle führt eine Blutung aufgrund eines geplatzten Gefäßes zu einem Schlaganfall und somit zu einer Schädigung des Gehirnsgewebes.

Bei einer Embolie lösen sich  Blutgerinnsel, die sich im Herz oder Halsarterien gebildet haben und führen über den Blutstrom zu einem Verschluss wichtiger Blutgefäße im Gehirn. Der in zweiter Linie für einen Schlaganfall verantwortliche Blutpropf, die. sog. Thrombose bildet sich meist auf verkalkten, arteriosklerotisch veränderten Halsschlagadern oder Gefäßen und führt zu deren Verschluß.  Die seltene Ruptur (Platzen) von Blutgefäßen im Gehirn hat meist Ihre Ursache in einer krankhaften Gefäßaussackung (Aneurysma) oder ist Folge eines exzessiven Anstiegs des schlecht eingestellten Bluthochdrucks (hypertensive Krise).

Eine plötzlich auftretende Sehstörung beziehungsweise halbseitige Schwäche oder Lähmungserscheinung sind erste Anzeichen eines Schlaganfalls. Zudem ist das Sprechen erschwert und es bestehen Wortfindungsstörungen oder Sprachauffälligkeiten. Der Patient beschreibt häufig eine Gangunsicherheit, eine Fallneigung oder Schwindel.

Besteht der Verdacht auf einen Schlaganfall ist es unabdingbar sofort den Notarzt zu rufen. Wenn möglich, sollte eine Einweisung in eine Strokes Unit erfolgen. Der Betroffene sollte mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden (Ausnahme: bewusstlose Patienten in Linksseitenlage zur Vermeidung einer Aspiration). Ansonsten greifen die Regeln einer Notfall-Erstversorgung. Über Thrombozytenaggregationshemmer oder andere gerinnungshemmende Medikamente wird anschließend versucht, die Blutgerinnsel aufzulösen. Ebenfalls wird der Bluthochdruck, der meist während des Schlaganfalls erhöht ist, optimal eingestellt.

Nach der Akutbehandlung werden im Anschluß in stationären Rehabilitationszentren krankengymnastistische, ergotherapeutische oder logopädische Maßnahmen durchgeführt, um den ursprünglichen körperlichen Zustand zu erreichen bzw. eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu erlangen. Zudem werden über Gedächtnis-  und Konzentrationsübungen die kognitiven Fähigkeiten des Patienten trainiert. In Form von Vorträgen und Kursen über gesunde Ernährung, Sport und Vermeidung von Übergewicht beziehungsweise Raucherentwöhnung wird versucht, einem weiteren Ereignis vorzubeugen (Sekundärprävention). 

Der Schlaganfallcheck der praxis westend untersucht Ihr individuelles Schlaganfallrisiko und berät Sie diesbezüglich ausführlich. Sollten sich unbekannte Risikofaktoren zeigen, sind unter Umständen weiterführende Untersuchungen erforderlich (Diagnose/Therapie).

Glossar:

Arteriosklerose
Bluthochdruck
Bypass-Operation
Defibrillator
EKG
Gefäßerkrankungen
Herz-MRT
Herzinfarkt
Herzkatheter
Herzmuskelschwäche
Herzrhythmusstörung
Herzschrittmacher
Herzsport / Koronarsport
Herzultraschall
Intima Media Vermessung
Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)
Knöchel-Arm-Index
Koronare Herzkrankheit
Künstliche Herzklappe
Risikofaktoren
Schlafapnoe-Syndrom
Schlaganfall
Spiroergometrie
Vorbereitung Marathonlauf
Vorhofflimmern