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Risikofaktoren im Herz Glossar

Glossar

Risikofaktoren

Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen aus einer Vielzahl von Risikofaktoren heraus. Viele davon lassen sich durch eine gezielte Vorsorge und gesunde Lebensweise reduzieren.

Vorsorge und Diagnose

Wir bieten Ihnen mit unseren Vorsorge-Checks die Möglichkeit, das Risiko für eine Erkrankung an Herz oder Kreislauf gezielt zu reduzieren.

Mit Hilfe unserer diagnostischen Möglichkeiten können wir den Grad des Risikos bestimmter Faktoren wie z.B. Bluthochdruck, Gefäßverkalkung oder Blutfettwerte genauer bestimmen und bei Bedarf die genau passende Therapie einsetzen.

Ebenso beraten wir Sie natürlich zu individuellen Möglichkeiten einer allgemein gesünderen Lebensführung.

Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen

Der klassische Begriff Herz-Kreislauferkrankungen fasst folgende Erkrankungen zusammen:

  • Ischämische Herzkrankheiten (z. B. koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt),
  • Cor pulmonale und Krankheiten des Lungenkreislaufes (z. B. pulmonale Hypertonie),
  • sonstige Herzkrankheiten (z. B. Perikarditis, Endokarditis, nichtrheumatische Herzklappenfehler),
  • Zerebrovaskuläre Krankheiten (z. B. Hirnblutung und Hirninfarkt),
  • Krankheiten der Arterien, Arteriolen und Kapillaren (z. B. arterielle Verschlusskrankheit),
  • sonstige Krankheiten des Kreislaufsystems (z. B. Hypotonie).

Beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den Erkrankungen, für deren Entstehung eine Vielzahl von Risikofaktoren verantwortlich ist. Die gesicherten Risikofaktoren lassen sich unterteilen in nicht beeinflussbare und beinflussbare Risikofaktoren.

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind:

  • Alter (Risiko steigt mit zunehmendem Alter)
  • Geschlecht (Risiko ist bei Männern höher)
  • Familiäre Vorbelastung

Beeinflussbare Risikofaktoren sind:

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin)
  • Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Diabetes
  • Stress
  • Ungenügende körperliche Bewegung

Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, am Herzen zu erkranken oder ein sogenanntes "kardiales Ereignis", wie z.B. einen Herzinfarkt, zu erleiden.

Um gesund zu bleiben, sollten ein ungesunder Lebensstil und bestehende Risikofaktoren so früh wie möglich erkannt und beseitigt werden. Studien belegen, dass durch eine konsequente Senkung der wichtigsten Risikofaktoren - sei es durch eine Änderung des persönlichen Lebensstils oder durch eine medikamentöse Behandlung – ein Großteil der Erkrankungen vermieden werden kann.

Ausgelöst werden die meisten Krankheiten jedoch beeinflussbare Risikofaktoren. Raucher z.B. haben ein doppelt so hohes Risiko eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln oder einen Herzinfarkt zu erleiden wie Nichtraucher. Sobald das Rauchen eingestellt wird vermindert sich das Risiko einer Herz- Kreislauferkrankung um die Hälfte. Personen, die an Diabetes leiden haben durch den erhöhten Blutzuckerspiegel vier- bis sechsmal höheres Risiko als Nicht-Diabetiker.

Je nach Anzahl und Ausprägung der Risikofaktoren variiert das Risiko, an Herz und Kreislauf zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Da viele der Risikofaktoren mit dem persönlichen Lebensstil zusammenhängen, kann auch jeder ein Stück weit sein persönliches Risiko selbst bestimmen.

Mit unserem Herzinfarkt Risiko Rechner können Sie Ihr ganz persönliches Risiko, in den nächsten 10 Jahren einen Herzinfarkt zu erleiden, abschätzen.