{"id":288,"date":"2016-11-04T08:17:43","date_gmt":"2016-11-04T08:17:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/?p=288"},"modified":"2018-05-29T08:52:11","modified_gmt":"2018-05-29T08:52:11","slug":"cholesterinsenker-statine-nutzen-ueberwiegt-moegliche-risiken-und-nebenwirkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/2016\/cholesterinsenker-statine-nutzen-ueberwiegt-moegliche-risiken-und-nebenwirkungen\/","title":{"rendered":"Cholesterinsenker (Statine):  Nutzen \u00fcberwiegt m\u00f6gliche Risiken und Nebenwirkungen"},"content":{"rendered":"<p>Cholesterinsenkende Medikamente, sogenannte Statine, k\u00f6nnen nachweislich das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganf\u00e4llen reduzieren. Sie geh\u00f6ren zu den am meisten verordneten Medikamenten &#8211; allein in Deutschland bekommen ca. 5 Mio. Menschen Statine verordnet. Dabei erhalten nicht nur bereits herzkranke Patienten die Medikamente, oftmals werden sie auch pr\u00e4ventiv zur Vorbeugung von Arteriosklerose und Behandlung des Herz-Kreislauf Risikofaktors erh\u00f6hter Cholesterinwerte eingenommen. Gerade in der Vergangenheit gab es aber nicht wenige Patienten, die Ihre Statin-Therapie vor allem wegen der Sorge vor Nebenwirkungen und entsprechenden Berichten in den Medien gar nicht erst begonnen oder abgebrochen haben.<br \/>\nWissenschaftler unter anderem von der Universit\u00e4t Oxford, der University of Cambridge und der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore haben nun im Rahmen einer <a title=\"Studie zu Nutzen, Risiken und Nebenwirkungen von Cholesterinsenkern (Statinen)\" href=\"http:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(16)31357-5\/abstract\" target=\"_blank\">\u00dcbersichtsarbeit<\/a> erneut belegt, dass der Nutzen der Statin-Therapie Ihre m\u00f6glichen Nachteile in Form von Nebenwirkungen deutlich \u00fcberwiegt.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<strong><em>Inhalt:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a title=\"Einfluss des Cholesterins auf Herz-Kreislaufkrankheiten und Schlaganfall\" href=\"#einfluss-cholesterin-herz-kreislauf\">Einfluss des Cholesterins auf Herz-Kreislaufkrankheiten und Schlaganfall<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Cholesterinwerte bestimmen\" href=\"#grenzwerte-ldl-cholesterin\">Individuelle Grenzwerte f\u00fcr das Cholesterin bestimmen<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Wirkweise von Statinen (Cholesterinsenkern)\" href=\"#wirkung-cholesterinsenker\">So wirken Cholesterinsenker <\/a><\/p>\n<p><a title=\"Nebenwirkungen von Cholesterinsenkern (Statine)\" href=\"#nebenwirkung-cholsterinsenker-statine\">Verunsicherung wegen m\u00f6glicher Nebenwirkungen der Statine unbegr\u00fcndet<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Gef\u00e4\u00df Langzeitschutz durch Statine\" href=\"#statine-langzeitschutz\">Statine bieten sogar Langzeitschutz f\u00fcr Blutgef\u00e4\u00dfe<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Alternativen zu Statinen und cholesterinsenkenden Medikamenten\" href=\"#alternative-statine-cholesterinsenker\">Alternative zu den medikament\u00f6sen Cholesterinsenkern<\/a><\/p>\n<p><a title=\"Beratung zu Cholesterin und Arteriosklerose in der praxis westend Berlin\" href=\"#cholesterin-beratung-arteriosklerose-vorsorge-praxis-westend-berlin\">Cholesterin-Beratung und Arteriosklerose Vorsorge in der praxis westend Berlin<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><a id=\"einfluss-cholesterin-herz-kreislauf\"><\/a>Einfluss des Cholesterins auf Herz-Kreislaufkrankheiten und Schlaganfall<\/h2>\n<p>Cholesterin (auch \u201eBlutfett\u201c) ist prinzipiell unentbehrlich f\u00fcr das Funktionieren des menschlichen K\u00f6rpers. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Zellw\u00e4nde und wird u.a. zur Bildung von Gallens\u00e4uren, Sexualhormonen sowie der fettl\u00f6slichen Vitamine E, D, K und A ben\u00f6tigt. Damit es aber \u00fcber das Blut zu den Geweben gelangen kann, ben\u00f6tigt das Cholesterin f\u00fcr den Transport spezielle \u201eFetttr\u00f6pchen\u201c (sog. Lipoproteine), die neben dem Cholesterin aus anderen Fetten (\u201eLipide\u201c) und Eiwei\u00dfmolek\u00fclen (\u201eProteine\u201c) aufgebaut sind. Je nach ihrer Dichte werden Lipoproteine eingeteilt in:<\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0<strong>VDL<\/strong> (\u201every low density lipoproteins\u201c -&gt; Lipoproteine mit sehr geringer Dichte)<\/li>\n<li>\u00a0<strong>LDL<\/strong> (\u201elow density lipoproteins\u201c -&gt; Lipoproteine mit geringer Dichte)<\/li>\n<li>\u00a0<strong>HDL<\/strong> (\u201ehigh density lipoproteins\u201c -&gt; Lipoproteine hoher Dichte)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere wichtige Fette im Blut sind die Triglyceride.<\/p>\n<p>Aus der Leber wird das Cholesterin \u00fcber die Blutbahnen in die Zellen aller Organe und Gewebe als LDL-Cholesterin transportiert und dort weiter verarbeitet. \u00dcbersch\u00fcssiges Cholesterin gelangt als HDL-Cholesterin wieder zur\u00fcck in die Leber (reverser Cholesterintransport).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-290 size-full\" src=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/gutes-schlechtes-cholesterin-ldl-hdl.jpg\" alt=\"Gutes (HDL) und Schlechtes (LDL) Cholesterin\" width=\"450\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/gutes-schlechtes-cholesterin-ldl-hdl.jpg 450w, https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/gutes-schlechtes-cholesterin-ldl-hdl-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das LDL-Cholesterin wird h\u00e4ufig auch als das \u201eschlechte\u201c Cholesterin bezeichnet. Der Grund hierf\u00fcr ist, dass hohe LDL-Cholesterin Werte das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislaufkrankheiten erh\u00f6hen, indem sie die Entstehung einer <a title=\"Arteriosklerose Infos im Glossar der praxis westend Berlin\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/herz-glossar\/arteriosklerose\/\" target=\"_blank\">Arteriosklerose<\/a>\u00a0erm\u00f6glichen. Diese wiederum ist eine der Hauptursachen f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfverengungen und -verschl\u00fcsse, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wandern verst\u00e4rkt wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen (Makrophagen) aus dem Blut in die Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nde ein, k\u00f6nnen Sie hier vermehrt oxidiertes LDL-Cholesterin aufnehmen. Diese cholesterinhaltigen Zellen, nach der Aufnahme des oxidierten Cholesterins Schaumzellen genannt , verursachen eine Entz\u00fcndungsreaktion in der Gef\u00e4\u00dfwand. Die Gef\u00e4\u00dfwande werden somit durch Einlagerung weiterer Blutzellen umgebaut und es entsteht eine bindegewebsartige Kapsel mit einem Kern aus Schaumzellen (sogenannter arteriosklerotischer Plaque).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-292\" src=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/arteriosklerose-hohe-cholesterin-werte.jpg\" alt=\"Arteriosklerose aufgrund zu hoher Cholesterinwerte\" width=\"600\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/arteriosklerose-hohe-cholesterin-werte.jpg 600w, https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/arteriosklerose-hohe-cholesterin-werte-300x187.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Im Verlauf einer Arteriosklerose wird die Innenhaut (Intima-Media) der Arterien immer dicker, das Blutgef\u00e4\u00df verengt sich. Zudem versteift sich die Arterienwand und die Arterie verliert ihre nat\u00fcrliche Elastizit\u00e4t. Im Ergebnis wird der Blutfluss gest\u00f6rt. Die Gefahr, dass sich die Arterie ganz oder teilweise verschlie\u00dft und es dadurch je nach Lage des Gef\u00e4\u00dfes zu einem Herzinfarkt (z.B. Herzkranzgef\u00e4\u00dfe), Schlaganfall (Blutgef\u00e4\u00dfe im Gehirn) oder einer Durchblutungsst\u00f6rung der Beine kommt, nimmt stetig zu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-293\" src=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/statine-cholesterinsenker-arteriosklerose.jpg\" alt=\"Statine und Cholesterinsenker wirken gegen Arteriosklerose\" width=\"600\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/statine-cholesterinsenker-arteriosklerose.jpg 600w, https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/statine-cholesterinsenker-arteriosklerose-300x160.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass mehr als zwei Drittel aller Herzinfarkte bereits bei Einengungen der Herzgef\u00e4\u00dfe von weniger als 50% auftreten, weitere 20% bei Einengungen zwischen 50-70% und nur jeder sechste Infarkt bei weiter fortgeschrittenen Ver\u00e4nderungen. Schmerzen wie z.B. bei einer Angina Pectoris treten meist erst auf, wenn das Gef\u00e4\u00df um mehr als 70% eingeengt ist und selbst dann h\u00e4ufig erst unter k\u00f6rperlicher Belastung.<br \/>\nEine Verringerung der Ablagerungen ist bereits in einem fr\u00fchen Stadium ratsam.<\/p>\n<p>Rei\u00dft eine der Plaque-Kapseln ein, lagern sich Blutpl\u00e4ttchen an und es k\u00f6nnen Gerinnsel (Thromben) entstehen. Ein gro\u00dfes Gerinnsel kann das Blutgef\u00e4\u00df ebenfalls vollst\u00e4ndig verstopfen und damit die lebenswichtige Blutzufuhr der Organe unterbrechen.<\/p>\n<p>Im Ergebnis l\u00e4sst sich also festhalten:<br \/>\n<strong>Ohne Cholesterin kein Ausgangsmaterial f\u00fcr eine Arteriosklerose<\/strong>.<\/p>\n<h2><a id=\"grenzwerte-ldl-cholesterin\"><\/a>Individuelle Grenzwerte f\u00fcr das Cholesterin bestimmen<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Beurteilung des individuellen Risikos und die Entscheidung \u00fcber die Behandlungsbed\u00fcrftigkeit ist grunds\u00e4tzlich nicht der Wert des Gesamtcholesterins entscheidend. <strong>Der entscheidende Faktor ist der vom individuellen Risiko bestimmte Zielwert f\u00fcr das LDL-Cholesterin.<\/strong> Die Grenzwerte f\u00fcr das LDL-Cholesterin h\u00e4ngen damit immer auch vom Alter einer Person und deren individuellen Risikofaktoren ab. Je mehr zus\u00e4tzliche Risikofaktoren wie z.B. Rauchen, Bluthochdruck oder ein Diabetes hinzukommen, desto niedriger sollte der angestrebte LDL-Wert sein.<\/p>\n<p>Auf Basis der aktuellen gemeinsamen Richtlinien der <a title=\"Europ\u00e4ische Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie - Website\" href=\"http:\/\/www.escardio.org\/\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ischen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie<\/a> (ESC) und der <a title=\"Europ\u00e4ische Arteriosklerose Gesellschaft - Website\" href=\"https:\/\/www.eas-society.org\/\" target=\"_blank\">Europ\u00e4ischen Arteriosklerosegesellschaft <\/a>(EAS) empfiehlt sich folgendes mehrstufiges Vorgehen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bestimmung des sogenannten SCORE-Risikofaktors (kumulatives Risiko, in den n\u00e4chsten 10 Jahren eine t\u00f6dliche Herzkreislauf-Erkrankung zu erleiden)<\/li>\n<li>Bestimmung anderer individueller Risikofaktoren<\/li>\n<li>Definition von Therapiezielen unter Ber\u00fccksichtigung der Risikofaktoren<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der SCORE-Risikofaktor wird von uns anhand der einschl\u00e4gigen <a title=\"SCORE Risikotabellen f\u00fcr Herz- Kreislauferkrankungen\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/kardiologie-score-risiko-charts.pdf\" target=\"_blank\">Tabellen der ESC f\u00fcr Herzkreislauf-Hochrisikol\u00e4nder<\/a>\u00a0(darunter f\u00e4llt auch Deutschland) bestimmt. Das individuelle Risiko berechnet sich dabei aus den Risikofaktoren Alter, Geschlecht, Raucher\/Nichtraucher, Blutdruck und den Cholesterinwerten. Bei der Berechnung sind auch weitere relevante Risikofaktoren wie das Vorliegen eines Diabetes, famili\u00e4re Belastungen und andere einschl\u00e4gige Vorerkrankungen einzubeziehen.<br \/>\nSie k\u00f6nnen f\u00fcr einen ungef\u00e4hren Richtwert auch die Werte aus unserem <a title=\"Berechnung des Herzinfarkt Risikos online\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/vorsorge-gesundheitspraevention\/herzinfarkt-risiko-rechner\/\" target=\"_blank\">Herzinfarkt-Risikorechner<\/a>\u00a0als Grundlage heranziehen.<\/p>\n<p>Anhand des ermittelten prozentualen Herzkreislauf-Risikos werden nun f\u00fcr die Beurteilung von Zielwerten f\u00fcr das LDL-Cholesterin drei Risikogruppen gebildet, denen anschlie\u00dfend individuelle Zielwerte zugeordnet werden:<\/p>\n<p><strong> SEHR HOHES RISIKO<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>es liegt bereits eine Herz-Kreislauferkrankung vor oder der Patient wurde bereits deswegen behandelt (z.B. Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, Bypass-OPs, Schlaganfall, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Nachweis einer signifikanten Ablagerung von arteriosklerotischem Plaque an den Halsschlagadern im Ultraschall oder in den Herzkranzgef\u00e4\u00dfen in der Herzkatheteruntersuchung)<\/li>\n<li>Diabetes mellitus mit Sch\u00e4den der Nieren, wie z.B. einer Proteinurie oder weiteren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder sehr hohen Cholesterinwerten<\/li>\n<li>Chronische Nierenfunktionsst\u00f6rung mit einer GFR &lt; 30ml\/min.\/1.73 m\u00b2<\/li>\n<li>berechneter SCORE-Risikowert &gt; 10% f\u00fcr eine t\u00f6dlich verlaufende Herz-Kreislauferkrankung innerhalb der n\u00e4chsten 10 Jahre<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>HOHES RISIKO<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>einzelne erh\u00f6hte Risikofaktoren, z.B. Gesamtcholesterin &gt; 310 mg\/dl oder Blutdruck \u2265 180\/110 mmHg<\/li>\n<li>Patienten mit einem Diabetes mellitus, die nicht bereits der Hochrisikogruppe angeh\u00f6ren<\/li>\n<li>Chronische Nierenfunktionsst\u00f6rung mit einer GFR zwischen 30-59 ml\/min\/1.73 m\u00b2<\/li>\n<li>berechneter SCORE-Risikowert \u2265 5 % und \u2264 10% f\u00fcr eine t\u00f6dlich verlaufende Herz-Kreislauferkrankung innerhalb der n\u00e4chsten 10 Jahre<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>NIEDRIGES BIS MITTLERES RISIKO<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u00a0berechneter SCORE-Risikowert ist &lt; 5 % f\u00fcr eine t\u00f6dlich verlaufende Herz-Kreislauferkrankung innerhalb der n\u00e4chsten 10 Jahre<\/li>\n<\/ul>\n<p>Entsprechend der individuellen Risikoabsch\u00e4tzung ergeben sich damit die nachfolgend dargestellten Zielwerte f\u00fcr das LDL-Cholesterin, basierend auf den Leitlinien der ESC\/EAS.<\/p>\n<p><strong>Als Faustformel gilt: je h\u00f6her das individuelle Risiko f\u00fcr Herz-Kreislaufkrankheiten ist, desto niedriger sollte der LDL-Zielwert sein.<\/strong><\/p>\n<table style=\"border-color: #000000;\" border=\"1\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"10\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding: 6px;\" width=\"50%\">\u00a0<strong>Risikogruppe<\/strong><\/td>\n<td style=\"padding: 6px;\" width=\"50%\">\u00a0<strong>LDL-Zielwert<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #c00000;\">\n<td style=\"padding: 6px;\" valign=\"top\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>SEHR HOCH<\/strong> <\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ffffff;\">(schwere Vorerkrankungen,<br \/>\nSCORE-Wert &gt; 10%)<\/span><\/td>\n<td style=\"padding: 6px;\" valign=\"top\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>&lt; 70 mg\/dl<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 80%; color: #ffffff;\">oder eine Reduzierung von mind. 50%, wenn der LDL-Wert unbehandelt zwischen 70\u00a0 &#8211; 135 mg\/dl liegt<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #f4b083;\">\n<td style=\"padding: 6px;\" valign=\"top\"><strong>HOCH<br \/>\n<\/strong>(bestimmte Vorerkrankungen, einzelne erh\u00f6hte Risikofaktoren,<br \/>\nSCORE Wert \u2265 5 % und \u2264 10%)<\/td>\n<td style=\"padding: 6px;\" valign=\"top\">\u00a0<strong>&lt; 100 mg\/dl<\/strong><br \/>\n<span style=\"font-size: 80%;\">oder eine Reduzierung von mind. 50%, wenn der LDL-Wert unbehandelt zwischen 100\u00a0 &#8211; 200mg\/dl liegt<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #ffe599;\">\n<td style=\"padding: 6px;\" valign=\"top\"><strong>NIEDRIG BIS MITTEL<\/strong><br \/>\nSCORE-Wert &lt; 5%<\/td>\n<td style=\"padding: 6px;\" valign=\"top\">\u00a0<strong>&lt; 115 mg\/dl<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u201egute\u201c HDL-Cholesterin sollte nach diesen Leitlinien bei M\u00e4nnern m\u00f6glichst \u00fcber 40mg\/dl, bei Frauen \u00fcber 48 mg\/dl liegen.<\/p>\n<p>Die Behandlung der Triglyceride spielt ab Werten &gt; 150 mg\/dl vor allem bei hohem kardiovaskul\u00e4ren Risiko, dem Vorliegen weiterer Risikofaktoren oder sehr hohen Gesamtcholesterinwerten eine Rolle.<\/p>\n<h2><a id=\"wirkung-cholesterinsenker\"><\/a>So wirken Cholesterinsenker (Statine)<\/h2>\n<p>Weichen die LDL-Cholesterinwerte signifikant von den Zielwerten ab, bietet der Einsatz von cholesterinsenkenden Arzneimitteln (Statine) eine M\u00f6glichkeit, diese zu hohen Werte und damit auch das Risiko der bereits beschriebenen Erkrankungen zu senken.<br \/>\nStatine hemmen die Bildung des Cholesterins in der Leber, dadurch sinkt auch die Konzentration des gef\u00e4\u00dfsch\u00e4digenden LDL-Cholesterins im Blut. Das Cholesterin kann nun weniger in den Gef\u00e4\u00dfw\u00e4nden eingelagert werden kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-297\" src=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/cholesterin-senker-statin-atorvastatin-pravastatin-rosuvastatin-simvastatin.jpg\" alt=\"Cholesterinsenker und Statine: Atorvastatin, Pravastatin, Rosuvastatin, Simvastatin\" width=\"600\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/cholesterin-senker-statin-atorvastatin-pravastatin-rosuvastatin-simvastatin.jpg 600w, https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/cholesterin-senker-statin-atorvastatin-pravastatin-rosuvastatin-simvastatin-300x172.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dabei gilt: je deutlicher die erreichte Cholesterinsenkung ist, desto h\u00f6her ist ihr Nutzen.<\/strong> Und: Patienten, die ohnehin zu einer der Risikogruppen f\u00fcr Herzinfarkt oder Schlaganfall geh\u00f6ren, profitieren am meisten davon.<br \/>\nDie am h\u00e4ufigsten verschriebenen Statine sind Atorvastatin, Pravastatin, Rosuvastatin und Simvastatin. Zwischen den einzelnen Alternativen bestehen in ihrer Standarddosierung keine signifikanten Wirksamkeitsunterschiede bei der Reduzierung von Infarkten oder Todesf\u00e4llen, diese Medikamente sind also in etwa gleich wirksam.<\/p>\n<h2><a id=\"nebenwirkung-cholsterinsenker-statine\"><\/a>Verunsicherung wegen m\u00f6glicher Nebenwirkungen der Statine unbegr\u00fcndet<\/h2>\n<p>Vor allem negative Medienberichte haben aber bei vielen Patienten zu einer Verunsicherung wegen m\u00f6glicher Nebenwirkungen bei der Einnahme von Statinen gef\u00fchrt. Im Ergebnis haben einige sogar die f\u00fcr sie wichtige Therapie einfach abgesetzt.<\/p>\n<p>Diesen Effekt der negativen Beeinflussung konnten Mediziner im Rahmen einer <a title=\"Negative Beeinflssung von Patienten durch Medienberichte \u00fcber Nebenwirkungen von Statinen\" href=\"http:\/\/www.bmj.com\/node\/925943.full\" target=\"_blank\">Studie<\/a> tats\u00e4chlich nachweisen. In den ersten sechs Monaten nach einer Phase besonders kritischer Medienberichte war die Therapie-Abbruchrate bei den Patienten mit einer Prim\u00e4rpr\u00e4vention um 11% h\u00f6her als \u00fcblich, bei denen mit Sekund\u00e4rpr\u00e4vention (die also am meisten von einer Statin-Therapie profitieren) um 12%.<\/p>\n<p>In der eingangs erw\u00e4hnten \u00dcbersichtsarbeit von Forschern um Prof. Rory Collins aus England konnte nun aber wissenschaftlich gezeigt werden, <strong>dass<\/strong> <strong>die Anzahl von Patienten, die einem Herzinfarkt oder Schlaganfall durch die Einnahme cholesterinsenkender Medikamente vorbeugen k\u00f6nnten, deutlich h\u00f6her ist, als diejenige von Patienten, die von Nebenwirkungen betroffen sind<\/strong>. Gerade mit Blick auf die mediale Kritik an der Therapie mit Statinen unterstreichen die Forscher, dass die Vorteile einer Statin-Therapie allgemein untersch\u00e4tzt, w\u00e4hrend die Nachteile oftmals \u00fcbertrieben dargestellt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines Zeitraums von f\u00fcnf Jahren w\u00fcrde die Behandlung mit Cholesterinsenkern in der Standarddosierung 500 von 10.000 Personen (=5%) mit Risikofaktoren wie Alter, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus helfen. Bei Patienten mit bereits vorhandenen Erkrankungen k\u00f6nnen 1.000 von 10.000 (= jeder zehnte) vor weiteren Herz- Kreislaufereignissen wie einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder einem Bypass der Koronararterien bewahrt werden.<\/p>\n<p><strong>Demgegen\u00fcber ist das Auftreten relevanter Nebenwirkungen deutlich geringer ausgepr\u00e4gt.<\/strong><br \/>\nDurchschnittlich f\u00fcnf der zehntausend Behandelten Patienten (=0,05%) sind von den gerade im Internet h\u00e4ufig beschriebenen Myopathien (Muskelleiden) betroffen, das sind 100-500mal weniger, als von der Therapie profitieren.<br \/>\nVerdeutlicht man sich das Verh\u00e4ltnis der von dieser Nebenwirkung nicht Betroffenen und der Betroffenen einmal grafisch, wird \u00fcberdeutlich, wie gering ausgepr\u00e4gt diese Risiken sind und damit vom Nutzen deutlich \u00fcberwogen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-298\" src=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nebenwirkungen-statine-cholesterinsenker.png\" alt=\"Darstellung eines 0,05% Risikos von Nebenwirkungen durch Cholesterinsenker\" width=\"510\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nebenwirkungen-statine-cholesterinsenker.png 510w, https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/nebenwirkungen-statine-cholesterinsenker-255x300.png 255w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei f\u00fcnf bis zehn von zehntausend Patienten k\u00f6nnte es infolge der Statin-Therapie laut den Studienergebnissen zu einer Hirnblutung kommen, das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 0,05-0,1 %, also 1-2 roten Figuren in der obigen Risiko-Grafik.<\/p>\n<p>Etwas h\u00e4ufiger, aber auch weitaus weniger gef\u00e4hrlich sind andere symptomatische Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen oder auch neue Diabetesf\u00e4lle. Hier liegt die Wahrscheinlichkeit jeweils zwischen 0,5 \u2013 1%.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4hrend die meisten der seltenen Nebenwirkungen, deren Ursache auf eine Statin-Therapie zur\u00fcckgef\u00fchrt wird, sich nach Absetzen der cholesterinsenkenden Medikamente schnell wieder bessern, haben aber die Herzinfarkte oder Schlaganf\u00e4lle, die durch den Therapiestopp ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnten, deutlich verheerendere und langfristigere Konsequenzen.<\/strong><\/p>\n<p>Hinsichtlich weiterer Nebenwirkungen wie Ged\u00e4chtnisverlust, Grauer Star, Nieren- und Lebersch\u00e4den, Schlafst\u00f6rungen, Impotenz, Aggression oder Nervenleiden gibt es bisher keine gesicherten Belege f\u00fcr einen Zusammenhang mit der Einnahme cholesterinsenkender Statine.<\/p>\n<h2><a id=\"statine-langzeitschutz\"><\/a>Statine bieten sogar Langzeitschutz f\u00fcr Blutgef\u00e4\u00dfe<\/h2>\n<p>Dass eine Statin-Therapie sogar einen bemerkenswerten Langzeiteffekt hat, konnte bereits in einer anderen Studie nachgewiesen werden. Auch <strong>20 Jahre nach dem Absetzen<\/strong> der f\u00fcnfj\u00e4hrigen Therapie mit Pravastatin in der gro\u00dfen WOSCOP-Studie sind bei den ehemals behandelten Patienten signifikant weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten als in der Placebo (=Scheinmedikament)-Gruppe. Die mit Statinen behandelten M\u00e4nner hatten eine um 13 Prozent niedrigere Sterberate. Langfristig war auch eine relevante Reduktion der Anzahl von Herzinsuffizienz-Erkrankungen messbar.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite konnte hinsichtlich der immer wieder bef\u00fcrchteten Erh\u00f6hung des Krebsrisikos durch Cholesterinsenkung Entwarnung gegeben werden: die Gesamtrate der aufgetretenen Krebserkrankungen war in der Pravastin- und der Placebogruppe nahezu identisch.<\/p>\n<h2><a id=\"alternative-statine-cholesterinsenker\"><\/a>Alternative zu den medikament\u00f6sen Cholesterinsenkern<\/h2>\n<p>Oftmals fragen Patienten nach alternativen Wegen, die sch\u00e4dlichen Cholesterinwerte zu senken ohne dauerhaft ein Statin-Medikament einnehmen zu m\u00fcssen.<br \/>\nDie Hauptursachen zu hoher (LDL-) Cholesterinwerte sind:<\/p>\n<ul>\n<li>fettreiche Ern\u00e4hrung<\/li>\n<li>Bewegungsmangel<\/li>\n<li>\u00dcbergewicht<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch eine <strong>\u00c4nderung des Lebensstils<\/strong>, die darauf gerichtet ist, diese drei Risikofaktoren positiv zu beeinflussen, kann oftmals bereits eine Senkung der \u00fcberh\u00f6hten Cholesterinwerte erreicht werden. Erst wenn dies nicht gelingt, kommt eine medikament\u00f6se Behandlung in Betracht.<\/p>\n<p>Vor der Behandlung mit Statinen kann als Alternative auch der Einsatz <strong>pflanzlicher Cholesterinsenker<\/strong> sinnvoll sein. So haben Studien gezeigt, dass hochdosierte Pr\u00e4parate aus Artischocken oder Knoblauch den Cholesterinspiegel um 10 bis 15% senken k\u00f6nnen. Auch der zus\u00e4tzlichen Einnahme von Ballaststoffen wie z.B. Leinsamen, Haferkleie oder Flohsamen wird eine cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt.<\/p>\n<p>Bewirkt auch die medikament\u00f6se Behandlung keine Senkung zu hoher Werte des sch\u00e4dlichen Cholesterins oder besteht tats\u00e4chlich eine Medikamentenunvertr\u00e4glichkeit, gibt es noch die M\u00f6glichkeit einer sogenannten <strong>LDL-Apherese<\/strong>, ein Blutreinigungsverfahren \u00e4hnlich der Dialyse. Dabei wird das LDL-Cholesterin maschinell aus dem Blut entfernt. Bei regelm\u00e4\u00dfiger Apherese, meist einmal pro Woche, k\u00f6nnen LDL-Cholesterin-Absenkungen von bis zu 80 % erreicht werden.<\/p>\n<h2><a id=\"cholesterin-beratung-arteriosklerose-vorsorge-praxis-westend-berlin\"><\/a>Cholesterin-Beratung und Arteriosklerose Vorsorge in der praxis westend Berlin<\/h2>\n<p>Die praxis westend bietet Ihnen <strong>umfassende Vorsorgeuntersuchungen<\/strong> zur fr\u00fchzeitigen Ermittlung Ihrer Cholesterinwerte und Erkennung arteriosklerotischer Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen. Insbesondere unser <a title=\"Gef\u00e4\u00df Check in der Kardiologie praxis westend\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/vorsorge-gesundheitspraevention\/gefaess-check\/\" target=\"_blank\">Gef\u00e4\u00df- Check<\/a>\u00a0und <a title=\"Schlaganfall Check beim Kardiologen in Berlin\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/vorsorge-gesundheitspraevention\/schlaganfall-check\/\" target=\"_blank\">Schlaganfall-Check<\/a> erkennen diese gef\u00e4hrlichen Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen fr\u00fchzeitig und es lassen sich somit Ma\u00dfnahmen zur Behandlung und zur Verhinderung dieser Erkrankung einleiten. Sind die Ver\u00e4nderungen an den Herzkranzgef\u00e4\u00dfen, werden diese mit hoher Wahrscheinlichkeit \u00fcber den <a title=\"Herz Kreislauf Check in der kardiologischen praxis westend Berlin\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/vorsorge-gesundheitspraevention\/herz-kreislauf-check\/\" target=\"_blank\">Herz-Kreislauf Check<\/a> sicher erkannt.<br \/>\nEntsprechend der diagnostischen Ergebnisse und Ihrer individuellen Risikosituation beraten wir Sie auch hinsichtlich der Frage, ob eine Statin-Therapie f\u00fcr Sie unter Abw\u00e4gung des Nutzens und der m\u00f6glichen Nebenwirkungen sinnvoll ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<pre><em>Illustrationen:<\/em>\r\n<em>Medical Art Inc \/ Shutterstock<\/em>\r\n<em>BlueRingMedia \/ Shutterstock<\/em>\r\n<em>roger ashford \/ Shutterstock<\/em><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cholesterinsenkende Medikamente, sogenannte Statine, k\u00f6nnen nachweislich das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganf\u00e4llen reduzieren. 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