{"id":74,"date":"2012-02-12T21:15:58","date_gmt":"2012-02-12T21:15:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/?p=74"},"modified":"2018-05-29T08:52:12","modified_gmt":"2018-05-29T08:52:12","slug":"nahezu-die-halefte-der-deutschen-sind-an-bluthochdruck-erkrankt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/2012\/nahezu-die-halefte-der-deutschen-sind-an-bluthochdruck-erkrankt\/","title":{"rendered":"Nahezu die H\u00e4lfte der Deutschen sind an Bluthochdruck erkrankt !"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Bluthochdruck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-75 aligncenter\" title=\"Bluthochdruck\" src=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Bluthochdruck-300x200.jpg\" alt=\"Bluthochdruck\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Bluthochdruck-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Bluthochdruck.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dem Blutdruck kommt f\u00fcr\u00a0 ein langes, aktives und gesundes Leben eine gro\u00dfe Bedeutung zu: ein <a title=\"Bluthochdruck  im Glossar der praxis westend nachschlagen\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/herz-glossar\/bluthochdruck\/\" target=\"_blank\">erh\u00f6hter Blutdruck<\/a> ist gef\u00e4hrlich und sehr h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><strong><em>Die H\u00e4ufigkeit<\/em>:<\/strong>\u00a0 Die arterielle Hypertonie tritt bereits bei J\u00fcngeren auf. In der Altersgruppe zwischen 25 und 29 Jahren ist der Druck in den Gef\u00e4\u00dfen bei etwa jeder zehnten Frau und etwa jedem vierten Mann zu hoch. Mit steigendem Lebensalter nimmt die H\u00e4ufigkeit des Bluthochdrucks stark zu. Bei den \u00fcber 60-J\u00e4hrigen weist nur noch etwa jeder Vierte normale Blutdruckwerte auf \u2013 3 von 4 Menschen \u00fcber 60 haben einen zu hohen Blutdruck.<\/p>\n<p><strong><em>Die Gef\u00e4hrlichkeit<\/em>:<\/strong> Die arterielle Hypertonie ist f\u00fcr einen Gro\u00dfteil der Todesf\u00e4lle in den Industriel\u00e4ndern verantwortlich. Nicht nur Todesf\u00e4lle, sondern vor allem Herzerkrankungen , Schlaganfall, Demenz und Nierenerkrankungen sind zu erheblichen Teilen Folge eines nicht erkannten oder nicht behandelten Bluthochdrucks.<\/p>\n<p><strong><em>Die gute Nachricht:<\/em><\/strong> Hoher Blutdruck kann perfekt behandelt werden. Die Behandlung ist schonend und gut vertr\u00e4glich<br \/>\n&#8230;und &#8230;<br \/>\n<strong>mit einem optimal behandelten Bluthochdruck ist die Lebenserwartung normal !<\/strong><\/p>\n<p>Als Kardiologen sind wir, <a title=\"\u00c4rzte der praxis westend - Kardiologen und Internisten\" href=\"https:\/\/www.kardiologie-praxiswestend-berlin.de\/aerzte\/\" target=\"_blank\">die Fach\u00e4rzte der praxis westend<\/a>, Spezialisten f\u00fcr die Diagnostik und Therapie von\u00a0 Bluthochdruck. Aus unseren t\u00e4glichen Gespr\u00e4chen informieren wir Sie hier \u00fcber 10 grundlegende Fragen zu hohem Blutdruck. Vorab aber der wichtigste Rat:<\/p>\n<p><em><strong>M<\/strong><strong>essen Sie Ihren Blutdruck oder lassen Sie ihn messen, am besten einmal \/ Jahr!<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Zehn Fragen und Antworten\u00a0 zu hohem Blutdruck<\/strong><\/p>\n<dl id=\"attachment_75\" class=\"wp-caption aligncenter\" style=\"width: 310px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><\/dt>\n<dd class=\"wp-caption-dd\">Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zum Bluthochdruck<\/dd>\n<\/dl>\n<p><strong>1. Was ist Bluthochdruck?<\/strong><br \/>\nBluthochdruck ist eine Erkrankung des Gef\u00e4\u00dfsystems, bei der die Blutdruckwerte dauerhaft zu hoch sind. \u00c4rzte sprechen in diesem Fall von <strong>Hypertonie oder arterieller Hypertonie<\/strong>. Bei 90 Prozent der Hypertoniker ist eine organische Ursache nicht erkennbar. Diese Art des Bluthochdrucks wird essentielle Hypertonie genannt oder auch prim\u00e4re Hypertonie.<br \/>\nSekund\u00e4re Hypertonie\u00a0\u00a0\u00a0 Bei etwa 10 Prozent der Betroffenen sind organische Erkrankungen wie zum Beispiel die Verengung der Nierenarterien die Ursache daf\u00fcr, dass der Blutdruck zu hoch ist. \u00c4rzte sprechen dann von nicht essentieller Hypertonie oder sekund\u00e4rer Hypertonie. In diesen F\u00e4llen sollte soweit m\u00f6glich zun\u00e4chst die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Bei manchen Betroffenen sinkt bereits dadurch der Blutdruck auf einen normalen Wert.<\/p>\n<p><strong>2. Warum ist Bluthochdruck so gef\u00e4hrlich?<\/strong><br \/>\nBluthochdruck sch\u00e4digt Organe:\u00a0 Bluthochdruck sch\u00e4digt im Laufe der Jahre wichtige Organe wie das Herz, die Herzkranzgef\u00e4\u00dfe, das Gehirn, die Nieren und die Blutgef\u00e4\u00dfe. Die Folge k\u00f6nnen lebensbedrohliche Krankheiten sein wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Das wichtigste Ziel bei der Behandlung von Bluthochdruck ist deshalb die <strong>dauerhafte Senkung des Blutdrucks auf einen normalen Wert<\/strong>. Das beugt der Sch\u00e4digung der Organe vor und tr\u00e4gt dazu bei, einen z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern.<\/p>\n<p><strong>3. Woher kommt Bluthochdruck?<\/strong><br \/>\nDie Ursachen: Im menschlichen K\u00f6rper wird der Blutdruck durch einen sehr komplexen Mechanismus reguliert. Dabei treten biochemische Botenstoffe, Organe, Blutgef\u00e4\u00dfe und das Nervensystem miteinander in Wechselwirkung. Dieser Mechanismus ist bis heute nur teilweise erforscht. Die \u00c4rzte wissen nur l\u00fcckenhaft, an welchen Stellen dieser Mechanismus so gest\u00f6rt wird, so\u00a0 dass Bluthochdruck entsteht. Das hei\u00dft, <strong>die k\u00f6rperlichen Ursachen f\u00fcr den zu hohen Blutdruck sind bis heute nicht bekannt<\/strong>.<br \/>\nDie beg\u00fcnstigenden Faktoren: In zahlreichen Studien haben Forscher herausgefunden, welche Umst\u00e4nde Bluthochdruck beg\u00fcnstigen. Dazu tragen in erster Linie die Erbanlagen und der pers\u00f6nliche Lebensstil bei. Es sind vor allem vier Faktoren, die zu Bluthochdruck f\u00fchren:<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0zu wenig Bewegung<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0ungesunde Ern\u00e4hrung<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00dcbergewicht und Stress<\/p>\n<p><strong>4. Wie stellt ein Arzt Bluthochdruck fest?<\/strong><br \/>\nEine einmalige Messung reicht nicht. Bei allgemeinen Tests und Routineuntersuchungen wird h\u00e4ufig auch der Blutdruck gemessen. Entdeckt ein Arzt dabei zu hohe Werte, wird er in aller Regel weitere Untersuchungen vornehmen. Durch eine einzige Blutdruckmessung l\u00e4sst sich Bluthochdruck nicht feststellen. Dazu sind <strong>mindestens drei Blutdruckmessungen an zwei verschiedenen Tagen notwendig<\/strong>. Der Arzt wird au\u00dferdem die Werte ber\u00fccksichtigen, die ein Patient zu Hause selbst gemessen hat. Bestehen dann noch Zweifel, kann er eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durchf\u00fchren. Alle Werte zusammen zeigen dem Arzt, ob ein Patient Bluthochdruck hat und wie schwer die Krankheit ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p><strong>5. Ab welchem Wert ist der Blutdruck zu hoch?<\/strong><br \/>\nNormaler Blutdruck: Ein Blutdruck von <strong>120 \/ 80 mm Hg ist normal<\/strong>.<br \/>\nNiedrigere Werte sind optimal. Auch Werte zwischen 120 \/ 80 mm Hg und 129 \/ 84 mm Hg sind normal.<\/p>\n<p>Liegt ein Blutdruck <strong>zwischen 130 \/ 85 mm Hg und 139 \/ 89 mm Hg, so gilt das als \u201ehoch normal\u201c<\/strong>. Das hei\u00dft, er ist zwar ein wenig zu hoch, aber noch normal.<\/p>\n<p>Hypertonie: Erst <strong>ab einem Wert von 140 \/ 90 mm Hg und h\u00f6her spricht ein Arzt von Hypertonie<\/strong>. Blutdruckwerte zwischen 140 \/ 90 mm Hg und 159 \/ 99 mm Hg werden als leichte Hypertonie bezeichnet. Ein Blutdruck zwischen 160 \/ 100 mm Hg und 179 \/ 109 mm Hg ist mittelschwer. Noch h\u00f6here Werte werden als schwere Hypertonie eingeordnet.<\/p>\n<p>Isolierte systolische Hypertonie: Andere Werte finden sich bei der so genannten isolierten systolischen Hypertonie. Bei dieser Form des Bluthochdrucks liegt der obere Blutdruck bei 140 mm Hg und h\u00f6her, w\u00e4hrend der untere niedriger als 90 mm Hg ist. Isolierte systolische Hypertonie kommt vor allem bei \u00e4lteren Menschen vor.<\/p>\n<p><strong>6. Was k\u00f6nnen Betroffene gegen Bluthochdruck tun?<\/strong><br \/>\nGesund durchs Leben: Das wichtigste und <strong>wirksamste Mittel gegen Bluthochdruck ist eine gesunde Lebensweise<\/strong>. Das bedeutet f\u00fcr viele Betroffene eine massive \u00c4nderung ihres gewohnten Lebens. Doch es lohnt sich. Denn durch eine gesunde Lebensweise kann eine leichte Hypertonie oft schon auf normale Werte sinken. Erkrankte mit einer schwereren Form der Hypertonie k\u00f6nnen durch einen gesunden Lebensstil erreichen, dass sie m\u00f6glichst wenig Medikamente nehmen m\u00fcssen.<br \/>\nDie wichtigsten Empfehlungen f\u00fcr einen gesunden Lebensstil<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Normalgewicht anstreben<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0m\u00e4\u00dfiger Alkoholgenuss<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0wenig Kochsalz zu sich nehmen<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0gesunde Ern\u00e4hrung<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verzicht auf Nikotin<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0regelm\u00e4\u00dfige k\u00f6rperliche Bet\u00e4tigung<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0regelm\u00e4\u00dfiger Tagesablauf mit Pausen f\u00fcr Erholung und Entspannung<\/p>\n<p>Jeder Hypertoniker sollte so viel wie m\u00f6glich von diesen Empfehlungen umsetzen. Das gelingt sicher nicht auf Anhieb. Doch im Laufe der Zeit haben es schon viele Bluthochdruck-Erkrankte geschafft, ihre Werte durch einen gesunden Lebensstil deutlich zu senken.<\/p>\n<p><strong>7. Wann sind Medikamente notwendig?<\/strong><br \/>\nWird bei einem Menschen eine <strong>schwere Hypertonie festgestellt, dann sollte er sofort Medikamente zur Blutdrucksenkung<\/strong> einnehmen. Lautet die Diagnose dagegen leichte oder mittelschwere Hypertonie, dann sollten die Betroffenen zun\u00e4chst m\u00f6glichst viele der Empfehlungen f\u00fcr ein gesundes Leben umsetzen. Im Laufe der ersten drei Monate nach der Lebensumstellung sinkt bei manchen Betroffenen der Blutdruck schon soweit, dass Medikamente nicht notwendig sind. Hat ein Hypertoniker nach drei Monaten keine unbedenklichen Werte erreicht, sind in aller Regel Medikamente zur Blutdrucksenkung notwendig.<br \/>\n<strong>Gesamtrisiko ausschlaggebend:<\/strong> Die <a title=\"Deutsche Hochdruckliga Website\" href=\"http:\/\/www.hochdruckliga.de\" target=\"_blank\">Deutsche Hochdruckliga<\/a>\u00a0 empfiehlt, die Therapie ihrer Hochdruckpatienten vom Gesamtrisiko abh\u00e4ngig zu machen. Das bedeutet, dass nicht nur die Blutdruckwerte ber\u00fccksichtigt werden, sondern auch alle Faktoren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen beg\u00fcnstigen. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise weitere Erkrankungen wie Diabetes, au\u00dferdem die famili\u00e4re Vorbelastung und bereits vorhandene Beeintr\u00e4chtigungen der Organe. Je mehr Risikofaktoren zusammen kommen, desto niedriger sollte der Blutdruck sein und durch Medikamente entsprechend gesenkt werden.<\/p>\n<p><strong>8. Wie lange m\u00fcssen Medikamente eingenommen werden?<\/strong><br \/>\nDie Arzneimittel senken den Blutdruck, aber <strong>sie k\u00f6nnen die Hypertonie nicht heilen<\/strong>. Nimmt ein Hochdruckkranker keine Blutdrucksenker mehr, steigt in aller Regel sein Blutdruck wieder. Viele Betroffene m\u00fcssen f\u00fcr den Rest ihres Lebens Medikamente nehmen. Nur so k\u00f6nnen sie lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Durch die regelm\u00e4\u00dfige Einnahme der Medikamente k\u00f6nnen Hypertoniker das Fortschreiten der Erkrankung verhindern und meist ein ganz normales Leben f\u00fchren. Ein Hochdruckkranker sollte auf keinen Fall seine Medikamente ohne R\u00fccksprache mit dem Arzt absetzen. Das kann zu gef\u00e4hrlichen Blutdruckschwankungen f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>9. Warum m\u00fcssen Betroffene oft mehrere Tabletten nehmen?<\/strong><br \/>\nKomplexer Mechanismus: Der Blutdruck des Menschen wird von mehreren sehr unterschiedlichen Faktoren reguliert. Dazu geh\u00f6ren die Spannung der Blutgef\u00e4\u00dfw\u00e4nde, der Salz-Wasser-Haushalt des K\u00f6rpers und das Zusammenwirken mehrerer biochemischer Regelsysteme. Derzeit empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga zur Blutdrucksenkung f\u00fcnf Wirkstoffe, die an unterschiedlichen Stellen in die Blutdruckregulation eingreifen.<br \/>\nK\u00f6rper steuert gegen: <strong>Zwei von drei Hypertonikern brauchen mindestens zwei Wirkstoffe zur Senkung ihres Blutdrucks<\/strong>. Ob ein, zwei oder drei Wirkstoffe notwendig sind und in welcher Dosierung, kann ein Arzt auf den ersten Blick h\u00e4ufig nicht feststellen. Denn jeder K\u00f6rper reagiert anders. Der menschliche Organismus betrachtet einen \u00fcber l\u00e4ngere Zeit erh\u00f6hten Blutdruck als normal. Sinkt er, so aktiviert der K\u00f6rper zahlreiche Mechanismen, um wieder das alte Niveau zu erreichen. Erweitert zum Beispiel ein Medikament die Gef\u00e4\u00dfe, so kann der Herzschlag ansteigen oder der K\u00f6rper h\u00e4lt Salz und Wasser zur\u00fcck, um den Druck wieder zu heben.<br \/>\nWirkung abwarten: Wenn ein Arzt zu Beginn der Behandlung einen Blutdrucksenker oder eine Kombination verordnet, muss er abwarten, wie der K\u00f6rper seines Patienten reagiert. Ist die Blutdrucksenkung nicht ausreichend oder sinkt der Druck nicht, so muss er nicht selten eine andere Kombination oder eine h\u00f6here Dosierung verordnen, <strong>bis der Blutdruck richtig eingestellt ist<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>10. Welche Nebenwirkungen gibt es?<\/strong><br \/>\nEffizient und nebenwirkungsarm: Das oberste Ziel der Behandlung von Bluthochdruck-Erkrankten ist die effiziente und nebenwirkungsarme Senkung des Blutdrucks. Jede medikament\u00f6se Therapie hat unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen, das gilt auch f\u00fcr Blutdrucksenker. Doch <strong>deren Nutzen \u00fcberwiegt bei weitem, denn sie senken den Blutdruck und damit das Risiko f\u00fcr Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt<\/strong>. Wie oft Nebenwirkungen vorkommen ist sehr unterschiedlich und unter anderem von der Art des Arzneimittels abh\u00e4ngig. Bei allen derzeit verf\u00fcgbaren blutdrucksenkenden Medikamenten k\u00f6nnen Nebenwirkungen auftreten.<br \/>\nTypische Nebenwirkungen von blutdrucksenkenden Medikamenten<br \/>\n<strong><em>Alle blutdrucksenkenden Medikamente<\/em><\/strong><br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Schwindel, Benommenheit, Blutdruckabfall<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Allergien, Hautreaktionen<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Magen-Darm-Beschwerden wie \u00dcbelkeit, Verstopfung oder Durchfall<br \/>\n<strong><em>ACE-Hemmer<\/em> ( z.B.Ramipril, Enalapril, Lisinopril, Captopril)<\/strong><br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0trockener Reizhusten<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Angio\u00f6dem (Hautschwellung)<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Anstieg des Kaliumspiegels im Blut<br \/>\n<strong><em>AT1-Antagonist<\/em> (z.B. Candesartan, Valsartan, Lorsatan, Telmisartan)<\/strong><br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0insgesamt sehr gute Vertr\u00e4glichkeit<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Husten (selten)<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Angio\u00f6dem (Hautschwellung)<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Anstieg des Kaliumspiegels im Blut<br \/>\n<strong><em>Kalziumantagonisten<\/em> (z.B. Amlodipin , Nifedipin, Verapamil)<\/strong><br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Hautr\u00f6tung mit W\u00e4rmegef\u00fchl (Flush)<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Palpitationen (stark empfundener Herzschlag)<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Kopfschmerzen<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verlangsamung der Herzfrequenz (nur bei Non-Dihydropyridinen wie Verapamil, Diltiazem)<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Wasseransammlungen (\u00d6deme) im Unterschenkel und Kn\u00f6chelbereich<br \/>\n<strong><em>Betablocker<\/em> (z.B. Metoprolol, Bisoprolol, Nebivolol, Carvedilol)<\/strong><br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verengung der Bronchien<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verlangsamung der Herzfrequenz<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verschlechterung bestehender Durchblutungsst\u00f6rungen der Extremit\u00e4ten<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0M\u00fcdigkeit, Schlafst\u00f6rungen<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0sexuelle Funktions- oder Potenzst\u00f6rungen<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0negative Beeinflussung des Zuckerstoffwechsels<br \/>\n<strong><em>Thiaziddiuretika<\/em> (z.B. Hydrochlorothiazid, Torasemid, Indapamid)<\/strong><br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Abfall des Natrium- und\/oder Kaliumspiegles im Blut<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Anstieg des Harns\u00e4urespiegels im Blut, Gicht<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Verschlechterung des Zuckerstoffwechsels<br \/>\n\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Mundtrockenheit, Durst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dem Blutdruck kommt f\u00fcr\u00a0 ein langes, aktives und gesundes Leben eine gro\u00dfe Bedeutung zu: ein erh\u00f6hter Blutdruck ist gef\u00e4hrlich und sehr h\u00e4ufig. Die H\u00e4ufigkeit:\u00a0 Die arterielle Hypertonie tritt bereits bei J\u00fcngeren auf. 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