Archive for the ‘Allgemein’ Category

Bluthochdruck ohne Medikamente (=konservativ) senken

Freitag, Oktober 27th, 2017

Inhalt

So entsteht der Blutdruck
Gesundheitsrisiken durch Bluthochdruck
Ab welchen Werten liegt ein Bluthochdruck vor?
Behandlung von Bluthochdruck ohne Medikamente
Übersicht des Potentials einzelner Maßnahmen zur Blutdrucksenkung
Behandlung des Bluthochdrucks und Hypertonie-Vorsorge in der praxis westend

So entsteht der Blutdruck

Das Herz pumpt pro Tag ca. 9.000 Liter Blut durch unseren Körper. Damit werden alle Körperregionen und Organe mit lebenswichtigen Nährstoffe und anderen Substanzen versorgt und die Abfallprodukte des Zellstoffwechsels von dort abtransportiert. Wie bei jeder (Wasser-)Pumpe wird hierzu ein bestimmter Druck benötigt, um die Flüssigkeit in Bewegung zu bringen.

Der Blutdruck ist dabei derjenige Druck, den das Blut auf die Gefäße ausübt. Spricht man allgemein vom Blutdruck, so ist damit in der Regel der arterielle Druck in den großen Schlagadern auf Herzhöhe gemeint.

Einige der Hauptfaktoren, die den Blutdruck beeinflussen:

  • Blutmenge, die das Herz pumpt (gemessen als sog. Herzminutenvolumen)
  • Blutmenge insgesamt im Körper
  • Salz- und Wassergehalt im Körper
  • Zustand der Blutgefäße (Füllungszustand , Gefäßweite, Elastizität, Widerstand der kleinen Arterien)

Anders als z.B. bei einem Wasserhahn handelt es sich jedoch nicht um einen gleichförmigen Strom des Blutes, vielmehr wird das Blut wellenförmig durch den Körper gepumpt. Die Ursache dafür liegt in der Anatomie des Herzens: Bei jedem Zusammenziehen (Kontraktion) der linken Herzkammer wird Blut in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt, der Druck erhöht sich infolgedessen kurzzeitig. Danach muss sich die Herzkammer jedoch erst wieder mit Blut füllen. Der Pumpvorgang wird also kurzzeitig unterbrochen und der Blutdruck in den Gefäßen nimmt ab.

Herzfunktion und Blutdruck

Der Wert für den Blutdruck wird daher immer mit zwei Zahlen ausgedrückt. Die erste steht für den systolischen (höheren) Blutdruck, die zweite für den diastolischen (niedrigeren) Blutdruck. Als Einheit wird hierbei „Millimeter Quecksilbersäule“ oder abgekürzt mmHg (Hg = hydrargyrum = lat. für Quecksilber)  verwendet. Dabei ist 1 mmHg der Druck, den eine Quecksilbersäule von 1mm Höhe ausübt.

Die Differenz beider Blutdruckwerte wird auch als Blutdruckamplitude oder Pulsdruck bezeichnet und lässt wiederum Rückschlüsse auf die Beschaffenheit und Elastizität der Gefäße zu.

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Cholesterinsenker (Statine): Nutzen überwiegt mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Freitag, November 4th, 2016

Cholesterinsenkende Medikamente, sogenannte Statine, können nachweislich das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen reduzieren. Sie gehören zu den am meisten verordneten Medikamenten – allein in Deutschland bekommen ca. 5 Mio. Menschen Statine verordnet. Dabei erhalten nicht nur bereits herzkranke Patienten die Medikamente, oftmals werden sie auch präventiv zur Vorbeugung von Arteriosklerose und Behandlung des Herz-Kreislauf Risikofaktors erhöhter Cholesterinwerte eingenommen. Gerade in der Vergangenheit gab es aber nicht wenige Patienten, die Ihre Statin-Therapie vor allem wegen der Sorge vor Nebenwirkungen und entsprechenden Berichten in den Medien gar nicht erst begonnen oder abgebrochen haben.
Wissenschaftler unter anderem von der Universität Oxford, der University of Cambridge und der Johns Hopkins University School of Medicine in Baltimore haben nun im Rahmen einer Übersichtsarbeit erneut belegt, dass der Nutzen der Statin-Therapie Ihre möglichen Nachteile in Form von Nebenwirkungen deutlich überwiegt.

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Schlafapnoe: Wenn Schnarchen zur Gefahr wird

Montag, August 24th, 2015

Von einer Schlafapnoe bzw. einem Schlafapnoe-Syndrom spricht man, wenn die Atmung nachts im Schlaf immer wieder aussetzt. Es kommt dann zu einer verringerten Sauerstoffversorgung und wiederholten Aufweckreaktionen. Am häufigsten tritt hierbei das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) auf. Dabei erschlafft während es Schlafens die Rachenmuskulatur und blockiert die Atemwege (sog. Obstruktion). Trotz verstärkter Arbeit der Atemmuskeln bleibt die Luftzufuhr aber zunächst unterbrochen, bis das Gehirn wegen des eintretenden Sauerstoffmangels eine Alarmreaktion auslöst, aufgrund derer die Atmung wieder einsetzt.

Schlafapnoe Diagnose und Behanldung in der Kardiologie praxis westend Berlin

Das wohl bekanntestes Symptom einer Schlafapnoe dürfte das unregelmäßige Schnarchen sein. In der Folge leiden die Betroffenen jedoch auch unter Konzentrationsschwächen und einer starken Einschlafneigung am Tage, die bis hin zum Sekundenschlaf gehen kann. Besonders morgens sind auch Verspannungen im Nacken-Schultergürtelbereich typisch.
Im Straßenverkehr z.B. gelten Patienten mit einem unbehandelten Schlafapnoe-Syndrom und Beeinträchtigung Ihrer Wachsamkeit am Tage als nicht fahrtüchtig. Damit riskieren sie unter Umständen ihren Führerschein und gefährden andere!
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