Schlafapnoe: Wenn Schnarchen zur Gefahr wird

August 24th, 2015

Von einer Schlafapnoe bzw. einem Schlafapnoe-Syndrom spricht man, wenn die Atmung nachts im Schlaf immer wieder aussetzt. Es kommt dann zu einer verringerten Sauerstoffversorgung und wiederholten Aufweckreaktionen. Am häufigsten tritt hierbei das sogenannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) auf. Dabei erschlafft während es Schlafens die Rachenmuskulatur und blockiert die Atemwege (sog. Obstruktion). Trotz verstärkter Arbeit der Atemmuskeln bleibt die Luftzufuhr aber zunächst unterbrochen, bis das Gehirn wegen des eintretenden Sauerstoffmangels eine Alarmreaktion auslöst, aufgrund derer die Atmung wieder einsetzt.

Schlafapnoe Diagnose und Behanldung in der Kardiologie praxis westend Berlin

Das wohl bekanntestes Symptom einer Schlafapnoe dürfte das unregelmäßige Schnarchen sein. In der Folge leiden die Betroffenen jedoch auch unter Konzentrationsschwächen und einer starken Einschlafneigung am Tage, die bis hin zum Sekundenschlaf gehen kann. Besonders morgens sind auch Verspannungen im Nacken-Schultergürtelbereich typisch.
Im Straßenverkehr z.B. gelten Patienten mit einem unbehandelten Schlafapnoe-Syndrom und Beeinträchtigung Ihrer Wachsamkeit am Tage als nicht fahrtüchtig. Damit riskieren sie unter Umständen ihren Führerschein und gefährden andere!
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Fragen und Antworten (FAQ) zum Schlaganfall

Mai 8th, 2015

Zum „Tag gegen den Schlaganfall“ am 10. Mai beantworten wir im Folgenden einige der am häufigsten in unserer Praxis gestellten Fragen zum Schlaganfall (auch als Apoplex oder Hirnschlag bezeichnet).

Schlaganfall Fagen und Antworten - Kardiologie praxis westend

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Funktionsstörung des Gehirns, die in der Mehrzahl der Fälle durch eine Minderdurchblutung, seltener durch eine Blutung im Gehirn verursacht wird.
In der Folge kommt es zu einem akuten Mangel der Nervenzellen an Sauerstoff und anderen Nährstoffen, wodurch diese bis hin zum Absterben geschädigt werden können. Dies kann  zu schweren neurologischen und körperlichen Funktionsbeeinträchtigungen bis hin zum Tod führen.
In Deutschland ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für erworbene Behinderungen im Erwachsenenalter.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Der Schlaganfall hat typische Symptome, die meist plötzlich auftreten.
Mit einem Schnelltest – dem sog. FAST-Test – können selbst medizinische Laien typische Schlaganfall-Symptome wie Bewusstseinstrübungen, Seh- und Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen überprüfen.
Sollte der Verdacht auf Vorliegen eines Schlaganfalls bestehen, rufen Sie sofort einen Notarztwagen, da von nun an buchstäblich jede Minute zählt.

Warum muss bei einem Schlaganfall besonders schnell gehandelt werden?

Die Nervenzellen im Gehirn überstehen den Nährstoffmangel nur für sehr kurze Zeit und beginnen dann abzusterben. Je länger dieser Zustand andauert, umso mehr Nervengewebe wird unwiederbringlich zerstört. Damit einhergehend sind je nach betroffenem Hirnareal Funktionsbeeinträchtigungen körperlicher, aber auch psychischer Natur.
Deshalb muss der oder die Betroffene so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung, um eine genaue Diagnose stellen und gezielte weitere Behandlungsschritte festlegen zu können.

Wie wird ein Schlaganfall behandelt?

Zunächst muss der Betroffene gründlich untersucht und eine Diagnose zur genauen Ursache des Schlaganfalls gestellt werden. Dazu wird mittels Computertomographie (CT) direkt auf die betroffenen Hirnregionen geschaut.

In der Mehrzahl der Fälle sollte nach aktuellem Stand der Therapieempfehlungen innerhalb von 4,5 Stunden versucht werden, die Ursache für die Minderdurchblutung (Blutgerinnsel, Thrombus) mittels der sog. Lyse-Therapie medikamentös aufzulösen. Auch hier gilt: je früher die Therapie begonnen werden kann, desto besser sind die Chancen, Spätfolgen zu verringern. „Time is brain!“

Bei einer  bisher noch als experimentell eingestuften Therapie – der endovaskulären Therapie – wird versucht, das Blutgerinnsel mechanisch mittels Spezialkatheter aufzulösen. Aktuelle Studien belegen hier in Verbindung mit der bisherigen Standardtherapie eine 20-30% höhere Chance auf ein günstiges Behandlungsergebnis.

An die Akutversorgung schließt sich die sog. Rehabilitationsphase an. Hier wird versucht, den Betroffenen so viele wie möglich Ihrer gewohnten Fähigkeiten und damit verbunden ihrer Selbständigkeit zurückzugeben und entstandene Beeinträchtigungen zu vermindern. Dabei arbeiten verschiedene Disziplinen wie die Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Psychologie Hand in Hand.

Wie ist die Prognose nach einem Schlaganfall?

Ein Jahr nach einem Schlaganfall leben statistisch noch 60% der Patienten, davon sind 64% aber auf fremde Hilfe angewiesen.
Aufgrund der lebenslangen Lernfähigkeit des Gehirns können gesunde Areale die Funktionen der abgestorbenen Nervenzellen auch noch nach einigen Wochen übernehmen, dies spricht immer für den Versuch einer Rehabilitation.
Die Gefahr eines erneuten (zweiten) Schlaganfalls steigt jedoch deutlich an; ca. 25% der Schlaganfallpatienten erleiden einen weiteren Schlaganfall innerhalb von fünf Jahren.

Was sind Risikofaktoren für einen Schlaganfall?

Der wichtigste von Ihnen beeinflussbare Risikofaktor ist der Bluthochdruck (Hypertonie). Daneben gelten auch ein Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Rauchen und erhöhte Blutfettwerte als Wegbereiter eines Schlaganfalls. Übermäßiger Alkoholkonsum, Übergewicht und zu wenig Bewegung begünstigen ebenfalls die Entstehung eines Schlaganfalls.

Der wichtigste von Ihnen nicht zu beeinflussende Faktor ist Ihr Alter: das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit zunehmendem Alter an. Eine Faustregel besagt dabei, dass sich das Schlaganfall-Risiko ab dem 50. Lebensjahr mit jedem Lebensjahrzehnt verdoppelt.
Daneben spielen auch genetische Veranlagungen, ethnische Zugehörigkeit und das Geschlecht eine Rolle.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Hinweis, dass sich bei Vorliegen mehrerer Risikofaktoren deren Einfluss auf das Gesamtrisiko addiert bzw. sogar potenziert!

Ihr Schlaganfall-Risiko können Sie u.a. mit Hilfe des online-Tests der Deutschen Schlaganfall Hilfe einschätzen.

Wie kann man das eigene Schlaganfallrisiko minimieren?

Ganz einfach: minimieren Sie ihre persönlichen beeinflussbaren Risikofaktoren (s.o.)!
Achten Sie also auf möglichst normale Werte bei:
– Blutdruck
– Cholesterin
– Gewicht

Rauchen Sie nicht und bleiben Sie so gut wie möglich in Bewegung – ob im Rahmen gezielter sportlicher Betätigung oder einfach im Alltag.
Lassen Sie ich auf körperliche Risikofaktoren wie eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung), eine daraus resultierenden Carotisstenose (Verengung der Halschlagader) oder Herzerkrankungen untersuchen. Letzteres vor allem dann, wenn bei Ihnen bereits Vorerkrankungen wie z.B. Vorhofflimmern aufgetreten ist.

Der Schlaganfallcheck der praxis westend untersucht Ihr individuelles Schlaganfallrisiko und berät Sie diesbezüglich ausführlich. Sollten sich unbekannte Risikofaktoren zeigen, sind unter Umständen weiterführende Untersuchungen erforderlich (Diagnose/Therapie).

Andere Risikofaktoren wie das Alter, Geschlecht oder andere genetische Faktoren sind dagegen nicht aktiv beeinflussbar.

Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Schlaganfall im Internet?

Die wichtigsten Infos u.a auch den FAST-Test und andere Check-Listen gibt es auch als App, so dass Sie sie im Smartphone jederzeit zur Hand nehmen können:
Schlaganfall App im AppStore >
Download im Google Playstore >

Rat für Jogger: „Run for your life – at a comfortable speed and not too far!“

Februar 9th, 2015

Heute weiß man, dass sich Sport auf beinahe jeden Teil von Körper, Geist und Seele positiv auswirkt. „Sport ist wirklich oft die beste Medizin“, sagt Joachim Mester, Institutsleiter an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS). Ein aktiver Lebenstil schützt signifikant vor Herzerkrankungen und verlängert das Leben um im Durchschnitt 7 Jahre.

Wie viel Bewegung ist hierfür nötig? Ist immer mehr Bewegung immer besser? Belegt ist, dass höhere Stufen körperlicher Aktivität mit einem verminderten Risiko der kardio- und zerebrovaskulären Sterblichkeit, der Krebssterblichkeit und der Gesamtsterblichkeit assoziiert sind.

Gesundes Joggen für Herz und Kreislauf

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