Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) im Herz Glossar

Glossar

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Bei der Kardialen Resynchroni­sationstherapie (CRT) werden gleichzeitig die linke und rechte Herzkammer stimuliert. Dazu wird ein Herzschrittmacher oder Defibrillator (ICD) implantiert und neben den üblichen zwei Sonden eine weitere dritte auf der linken unteren Herzkammer verankert.

CRT Implantation und Nachsorge

Die praxis westend verfügt über eine umfangreiche Erfahrung in der Betreuung und Nachsorge herzinsuffizienter Patienten mit einem implantierten CRT System. Diese werden in regelmäßigen Abständen in einer Spezialsprechstunde einbestellt. Es stehen in der Praxis alle Abfragegeräte der auf dem Markt verfügbaren Systeme zur Verfügung.

Patienten, die ein CRT System benötigen, können von uns implantiert werden

Damit das Herz wieder im Gleichtakt schlägt

Bei einem asynchronem Kontraktionsablauf des Herzens, meistens im Rahmen eines Linksschenkelblock, und hochgradig eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer kann über die Implantation eines biventrikulären Herzschrittmachers (Dreikammerschrittmacher = CRT – System = kardialen Resynchronisationstherapie) eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Beschwerden erzielt werden. Diese Herzinsuffizienz- Therapie ist insbesondere bei symptomatischen Patienten mit Schweregrade III oder IV nach NYHA nachgewiesen. Es konnte eine Verbesserung der kardialen Pumpfunktion, der körperlichen Belastbarkeit, der Lebensqualität und des Überlebens, insbesondere in Kombination mit einer Funktion als implantierbarer Kardioverter-Defibrillator, belegt werden.

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Ein CRT System wird prinzipiell entsprechend der Einpflanzung eines Herzschrittmachers implantiert. Neben den Standardelektroden im rechten Vorhof und rechter Herzkammer wird eine dritte Elektrode venös über den Koronarvenensinus in Höhe der Seitenwand (posterolateral) der linken Herzkammer eingebracht. Beim Linksschenkelblock kontrahiert sich zuerst die Kammerscheidewand (Septum) und verspätet die Posterolateralregion, was zum ineffizienten Pendelfluss innerhalb der Herzkammer führt und erheblich zu einer reduzierten Auswurfleistung beitragen kann. Durch die vorzeitige Stimulation der verspätet erregten Posterolateralwand kann der gestörte ventrikuläre Kontraktionsablauf wieder resynchronisiert werden.